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Forum von Dianas Aspergerseite Forum über Autismus und Asperger Syndrom - und Spielzeug für Aspies!
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desirée Aspie (S)


Anmeldungsdatum: 09.08.2007 Letzter Besuch: 16.07.2008 Beiträge: 12 Wohnort: wuppertal
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Verfasst am: 16.05.2008 19:30 Titel: wo ist der Schlüssel zum Herzen seines Interaktionspartners |
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Ich habe das Gefühl, dass ich im Vergleich zum Normbereich ein grob-motorischer und grob–emotionaler Mensch bin, dem schlichweg das Feingefühl auf diesen Gebieten zu fehlen scheint. Bis vor Kurzen habe ich nur geahnt, dass mein Verhalten die Ursache ist, für die aus meiner Sicht total unverständlichen Reaktionen meines Interaktionspartners. So langsam jedoch verstehe ich auch „mit was“ ich meinen Interaktionspartner in den Wahnsinn treibe. Und selbst das Begreifen, des „warum´s“, macht enorme Fortschritte, aber leider bleiben die Erfolge meiner Bemühungen, das Begriffene in Fähigkeiten und Fertigkeiten umzuwandeln zwar nicht aus, allerdings schaffe ich es recht bald und zuverlässig die noch recht dünnhäutige Seifenblase jedesmal zu zerquetschen. Dann stehe ich ein weiteres Mal vor einer verschlossenen oder angelehnten Türe und bin ratlos. All meine Versuche einen Weg zu finden, eine Türe zu öffnen und sie aufzuhalten waren zwar unterschiedlich lang, aber endeten allesamt vor einer unüberwindlichen Mauer. Ich möchte endlich lernen jemanden durch mein Verhalten nicht zu enttäuschen, denn Worte haben viele Bedeutungen und viele Worte um so mehr, aber Gestik, Mimik gesteuert durch Emotionen scheinen eine eindeutigere Sprache zu sprechen! Nur wo kann ich ein Update für mein Betriebssystem downloaden, um nonverbale Signale intentionsgetreu deuten zu können. Und wo finde ich „Lösungsansätze, die mir Hinweise auf dem Weg zu einem angemessenen Verhalten geben?
Ich möchte lernen vertrauen in Andere aufbauen zu können, aber dafür muss ich (und will ich auch) meinem Interaktionspartner glaubhaft machen können, dass ich bereit bin mit ihm zu kooperieren. Nur wie??? Ich wäre sehr glücklich über Tipps, durch die ich mir mit meinem Werkzeugen einen kompatiblen Schlüssel zu meinem Gegenüber herstellen kann. Dies gelingt mir zwar hin und wieder auch bereits alleine, aber spätestens nach der Herstellung scheine ich immer besonders feste und ausdauernd auf den sensiblen und individuell unterschiedlichen Grenzen, welche sich hinter der Türe verbergen herumzutreten, dass es nicht lange dauert, bis die Tür wieder ins Schloss fällt und das Schloss ausgetauscht wird. Dann fange ich vom Neunen an zu grübeln, was „falsch“ war und versuche durch Klopfen noch einmal Einlass zu erlangen. Mit der Zeit musste ich immer wieder erfahren, dass durch meine Klärungsversuche sich die Türe vor meiner Nase immer seltener öffneten. Aber ich verstehe nicht warum? Was ist so schlimm daran, etwas (er)klären zu wollen, wenn man sich missverstanden fühlt? Was ist so falsch daran nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat? Dann sage mir doch bitte jemand welches Verhalten anstelle dessen das von mir herbei gesehnte lanfristig kooperative Verhalten meines Gegenübers auslöst!!! Denn meine Handlungsmöglichkeiten (Zusammenrollen wie ein Igel oder ein sehr aktiv um Aufmerksamkeit und Hilfe schreiender Hund (schwanzwedelnd sich verbiegen, losstürmen, bellen, durchs Gesicht lecken, an der Leine zerren, fiepsen, usw.)) haben mich bislang außer bei meinen lieben Eltern (ich habe sie unbeschreiblich lieb und werde hoffentlich bald schon Wege finden, um ihnen meine Wertschätzung offenbaren zu könnenkönnen!!!) zum Scheitern verurteilt.
Früher habe ich mich kaum getraut überhaupt Neugierde zu zeigen, was wohl hinter der Haustüre der mich tangierenden Menschen überhaupt verborgen ist. Ich habe es nie gewagt durch Hinterfragen eines von meinem Gegenüber gewähltes Thema zu vertiefen Inzwischen hatte ich glücklicher Weise ein paar mal die Gelegenheit bekommen,trotz meiner mangelnden Fähigkeit des aktiven Zuhörens, hinter die ein oder andere Türe zu schauen und dort Wärme und Geborgenheit zu finden. Anstatt daran allerdings meinen Durst zu stillen niegt dieser dazu nur größer zu werden. Es scheint so als wollte ich am Liebsten all die verlorenen Jahre auf einmal Nachholen. Fatal, denn wie schon gesagt schließen sich dann Türen wieder und selbst das Schlüsselloch wird früher oder später ausgetauscht. In solchen Momenten zeige ich einige milde Symptome des Border-Line-Syndroms oder aber die Symptome eines Hundes mit Trennungsangst mangels Orientierung ohne Führung. Mir und dem Hund bleiben - aus unserer Sicht - nur zwei Möglichkeiten: Entweder sich mit der Situation abfinden oder aber, immer wieder um sein Recht „verstanden zu werden“ kämpfen. Da uns aber für den „Kampf“ nur Mittel zur Verfügung stehen, die aus der Sicht des Gegenübers auf Unverständnis treffen oder aber als persönlicher Angriff gewertet wird rufen sie eine unerwartete und nicht selten sogar gegensätzliche Wirkung hervor, schwindet auch zwangsläufig, bei wachsender Vorhersagbarkeit eines unerwünschten Ausgangs einer solchen Auseinandersetzung, das Selbstbewusstsein, welches aber dringend erforderlich wäre, um in der Lage zu sein, einer überfordernden Situation kooperativ bzw. konstruktiv besonnen begegnen zu können. |
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Roter Baron
Anmeldungsdatum: 13.04.2008 Letzter Besuch: 27.12.2009 Beiträge: 3
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Verfasst am: 17.05.2008 07:59 Titel: Such ihn nicht so verzweifelt! |
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Hallo Desirée,
ich kann Dir in dieser Angelegenheit nicht wirklich helfen. Vielleicht tröstet es Dich aber, dass es mir ähnlich geht. Ich stehe regelmäßig vor Türen, die zwar kurz geöffnet, dann aber zugeschlagen werden. Wie ein Hausierer komme ich mir vor. Und ähnlich wie Du überlege ich hin und her, wo der "Schlüssel" liegt. Wie man den "Code" dieser Türen verstehen kann. Was man seinen Mitmenschen anbieten muss, damit sie einen endlich gerne haben und nicht (manchmal) wie Dreck, sondern wie einen echten Freund behandeln. Nichts weniger will ich sein.
Ähnlich wie Du probiere ich alle möglichen Verhaltensweisen aus. Ich versuche, intellektuell zu lernen, was "normale Menschen" instinktiv emotional drauf haben. Und wieder und wieder falle ich auf die Nase. Gott sei Dank habe auch ich Eltern und Geschwister, die viel Verständnis für mich haben.
Ich denke, die Menschen wollen zuallererst selbst geliebt werden. Sie wollen, dass Du ihnen viel gibst, viel für sie tust und sie besonders toll und liebenswert findest. Und wenn sie nur den Verdacht haben, dass an Deinen Gefühlen irgend etwas nicht "stimmt", können sie sehr grob werden. Das ist wohl mein spezielles Problem: Ich sehe andere viel zu nüchtern.
Ich habe in letzter Zeit versucht, meinen Status Quo zumindest teilweise zu akzeptieren. Es geht gar nicht anders; ich wäre sonst nur noch verzweifelt. Ich beschäftige mich mit meiner Arbeit, ich lese, schreibe und sehe mir die Welt an. Oft hilft das.
Und man stößt die Leute wohl erst recht vor den Kopf, wenn man wie wild nach Kontakten sucht. Wenn Du an die Tür hämmerst, wird Dir gar niemand mehr öffnen.
Vielleicht bringt Dir das, was ich hier geschrieben habe, wenigstens ein bisschen was. Würde mich freuen.
Schönes Wochenende!
Daniel |
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ursus arctos
Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Letzter Besuch: 03.04.2009 Beiträge: 53
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Verfasst am: 01.01.2009 20:43 Titel: Re: wo ist der Schlüssel zum Herzen seines Interaktionspartn |
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| desirée hat Folgendes geschrieben: |
Titel: wo ist der Schlüssel zum Herzen seines Interaktionspartners
(...)
All meine Versuche einen Weg zu finden, eine Türe zu öffnen und sie aufzuhalten waren zwar unterschiedlich lang, aber endeten allesamt vor einer unüberwindlichen Mauer. Ich möchte endlich lernen jemanden durch mein Verhalten nicht zu enttäuschen, denn Worte haben viele Bedeutungen und viele Worte um so mehr, aber Gestik, Mimik gesteuert durch Emotionen scheinen eine eindeutigere Sprache zu sprechen! |
Ich möchte das eigentlich auch mal gerne wissen, ich habe es bisher noch nicht herausgefunden...
Falls du es herausfindest, gib mir Bescheid, ja?  |
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Lonelysinger
Anmeldungsdatum: 19.03.2009 Letzter Besuch: 27.07.2009 Beiträge: 11
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Verfasst am: 31.03.2009 09:40 Titel: |
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| Wenn du dich einsam fühlst und gleichzeitig unfähig in direkter Kooperation mit deinem interaktionspartner vernünftig Kontakt aufzubauen und diesen auch zu halten, dann such dir doch ein Online Date. So kannst du vorerst in schriftlichen Kiontakt treten und lange überlegen, was du schreibst. So sammelst du besser Erfahrung. |
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ursus arctos
Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Letzter Besuch: 03.04.2009 Beiträge: 53
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Verfasst am: 01.04.2009 11:17 Titel: |
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| Lonelysinger hat Folgendes geschrieben: | | Wenn du dich einsam fühlst und gleichzeitig unfähig in direkter Kooperation mit deinem interaktionspartner vernünftig Kontakt aufzubauen und diesen auch zu halten, dann such dir doch ein Online Date. So kannst du vorerst in schriftlichen Kiontakt treten und lange überlegen, was du schreibst. So sammelst du besser Erfahrung. |
Ich bin fähig, mit meinem Interaktionspartner Kontakt aufzubauen, und zu halten. Aber Fehler machen und daraus lernen gehört dazu. Gegenseitig.
Das ist mittlerweile alles unwesentlich, da mein Interaktionspartner nichts mehr von mir wissen will - und nicht mal drüber reden will, wie wir es erlebt haben. Ich möchte ihr gerne auch erzählen, wie ich es erlebt habe. Persönlich. Unabhängig davon, ob die gemeinsame Geschichte weitergeht.
Ich darf nichts sagen, ich darf nichts tun, ich darf mich nicht treffen. Ich will sicher nicht nachher als Stalker dastehen. Tut mir leid.
Es tut einfach weh. Es geht vieles einfach kaputt.
Es ist auch bitter. |
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ursus arctos
Anmeldungsdatum: 15.10.2008 Letzter Besuch: 03.04.2009 Beiträge: 53
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Verfasst am: 03.04.2009 18:03 Titel: |
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Ach wisst ihr was? Leckt mich alle am Arsch. Ihr könnt mich alle mal.
Tut, was ihr wollt.
Ich steh hier kurz vor einem permanenten Heulanfall wegen Menschen, die ich mag, und die nicht mehr von mir wissen wollen.
ich besauf mich sinnlos, muss einen schönen ort in den bergen alleine geniessen, und....
meine persönliche situation ist einfach alles verschissen.
offenbar glaubt mir niemand mehr, alle glauben, daass ich nur theater spiele, und /oder lüge. was solls? dann lüge ich halt.
ich weiss jaa nichtmal, ob die personen, die ich mit namen kenne, tatsächlich so heissen. alles theatter. wo sind sie?
schade, hbae ich nicht den mut, mich umzubringen. ich hätts schon längstens gemacht. aber langsam zu sterben ist auch nicht schlecht. notfalls gibtsja noch dignitas.
so ein freiwilliger unfall wäre schon nochwas gutes. auf dem bahngleis, in den see stürzen, auf der strasse, keine ahnung. irgendein unglücksfall ohne schuldgefühle. was soll ich denn mit einer perfekten welt, wenn die menschen, die ich mag, nichts mehr von mir wissen wollen?
ach was solls, leckt mich doch einfach. kreuzweise, am arsch, chupa chups, wie ihr wollt Ach wisst ihr was? Leckt mich alle am Arsch. Ihr könnt mich alle mal.
Tut, was ihr wollt.
Ich steh hier kurz vor einem permanenten Heulanfall wegen Menschen, die ich mag, und die nicht mehr von mir wissen wollen.
ich besauf mich sinnlos, muss einen schönen ort in den bergen alleine geniessen, und....
ach was solls, leckt mich doch einfach. [/code] |
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Snoopy99 Aspie (S)


Anmeldungsdatum: 25.07.2006 Letzter Besuch: 03.09.2010 Beiträge: 119 Wohnort: Schleswig-Holstein
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Verfasst am: 06.04.2009 09:12 Titel: |
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| ursus arctos hat Folgendes geschrieben: | | was solls? dann lüge ich halt. |
Vertrauen kann man nicht einfordern. Vertrauen muß man sich verdienen.
| Zitat: | | ich weiss jaa nichtmal, ob die personen, die ich mit namen kenne, tatsächlich so heissen. |
Das geht hier allen so.
| Zitat: | | Tut, was ihr wollt. |
Danke für die Erlaubnis.
Ein kaum besuchtes, unmoderiertes Forum vollzumüllen ist auch keine Lösung. _________________
Mitglied im Schützenverein werden. - Freunde treffen. |
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monty
Anmeldungsdatum: 22.05.2010 Letzter Besuch: 07.06.2010 Beiträge: 1
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Verfasst am: 22.05.2010 20:23 Titel: |
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Liebe Desiree,
vor 2 Tagen bin ich durch Zufall auf den Begriff Asperger-Sydrom gestoßen und bin völlig irritiert. Autismus war mir ein Begriff, mehr aber nicht. Warum ich mich dafür interessiere? Seit 3 Jahren kenne und liebe ich einen Mann, der ganz anders ist als alle, die ich vorher kennengelernt habe, wußte es aber nicht einzuordnen und ich wurde in Unkenntnis gelassen. Dadurch kam es immer wieder zu Mißverständnissen und zu tiefem Kummer. Ich ging davon aus, daß man mich so verstand, wie ich mich ausgedrückt habe und konnte sein Nichtreagieren überhaupt nicht verstehen. Ging davon aus, daß ich ihm einfach gleichgültig geworden bin, ich einfach zu dumm war ihn zu verstehen (er gehört zu den Hochbegabten). Wie ein Hund (übrigens ein guter Vergleich) hab ich schwanzwedelnd um Liebe, Berührung und Zuneigung gebettelt. Nachdem ich ihm nun geschrieben habe, daß ich vermute, er sei ein Asperger, hat er sich nicht mehr gemeldet. Ich bin erstaunt, daß hier so freimütig über Eure Probleme geschrieben
werden kann, warum geht es nicht mit dem Partner? Wenn mir offen gesagt worden wäre, wie die Welt in Euch (ich sag jetzt einfach mal Euch) aussieht, dann kann man sich doch darauf einstellen. Ist es nicht möglich jemanden aus der Reserve zu locken? Ist es nicht möglich auf eine Bitte zu reagieren, oder einen Wunsch zu erfüllen. Ich weiß wie sehr er sich wünscht geliebt zu werden, ich aber auch. Die Lösung kann nur reden sein, was ihm aber sehr schwer fällt und nun bin ich müde und erschöpft. Es kostet so viel Kraft gegen Windmühlen zu kämpfen. Es ist einfach frustrierend wenn zum Cyber- und Telefongirl gemacht wird. Wenn man feststellt, dass mit den Gesprächen und Erlebnissen die ich erzählte, seine Schein- und Fantasiewelt genährt wurde, ich aber auf der Strecke bleibe. Ich vermute, daß es Angst ist, die Treffen verhindern. Ich möchte die Tür nicht zuschlagen, aber manchmal ertrage ich es einfach nicht mehr. Ist es so schwer zu sagen ich hab Dich lieb, oder unmöglich freiwillig
Streicheleinheiten zu geben. Ihr sehnt Euch auch!
danach.
Ich bin traurig und hilflos. Liebe Grüße |
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Bahia

Anmeldungsdatum: 10.05.2010 Letzter Besuch: 05.09.2010 Beiträge: 39
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Verfasst am: 22.05.2010 22:05 Titel: |
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Es ist schwierig etwas dazu zu sagen, wenn man nur von der einen Seite hört.
Wir sehnen uns auch danach, sagst du. Woher weißt du das? Ohne dir nahe treten zu wollen, aber vielleicht liegt genau darin das Problem: ein bisschen zu schnell im Urteil bei nur oberflächlicher Kenntnis? Kein Mensch ist gleich, und kein Aspie ist gleich. Vielleicht hat dein Freund eine grundsätzlich andere Vorstellung von Freundschaft, Offenheit und Intimität – als du, als ich, als irgendein anderer. Wenn ihr in drei Jahren nicht zusammengekommen seid (so wie ich dich verstanden habe), warum meinst du, sollte es plötzlich anders werden, wenn dein Freund jetzt mit der möglichen Diagnose Asperger konfrontiert wird? Wenn ich darüber nachdenke, möchte ich mich nicht so zu einem Outing gezwungen fühlen. Sicher meinst du es nicht so, doch solange du Ansprüche hast an deinen Freund (die du hier ja formulierst), ist es keine horizontale Angelegenheit, sondern eine Aufforderung, dass er deinen Bedürfnissen entgegenkommt. Da würde ich wahrscheinlich einen Schritt zurückgehen.
Mit reden ist, meiner Meinung nach, nicht alles getan. Es geht auch ums Wie, Wann, Wo, Wie lange, Wie oft und Warum. Verschiendene Vorstellungen sind da bisweilen nur schwer oder gar nicht in Einklang zu bringen.
Dass hier die User offen über sich und ihr Aspie-Dasein schreiben, betrifft nur jene, die aktiv sind und dies wollen. Niemand weiß, wie viele sich lieber stumm im Hintergrund halten. Wer über sich selbst schreibt, hat in der Regel einen gewissen Abstand gefunden. Dem Einen liegt es, dem Anderen nicht. Für mich ist das keine Frage der Qualität oder Reife, sondern das Recht jedes Einzelnen, selbst zu entscheiden, wie er mit seinem Aspie-Sein und seinem Menschsein umgehen will. Für mich ist beides okay. |
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